Schüler-Medienmentoren-Programm (SMEP)

SMEP Bild
Bild: Christian Reinhold/LMZ

Unter Schülerinnen und Schülern läuft die Kommunikation meist lockerer und offener ab als zwischen einer Lehrkraft und Schülern. Dieses Potenzial nutzt das Schüler-Medienmentoren-Programm (SMEP) unter dem Motto „Wissen weitergeben“:

 

SMEP bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich aktiv an ihrer Schule einzusetzen und ihr technisches Knowhow sowie Wissen über die Medienwelt mit anderen zu teilen. Jugendliche ab der 7. Klasse werden im kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit Medien, dem Internet und Sozialen Netzwerken geschult. Sie lernen dabei nicht nur technische Geräte richtig zu beherrschen sondern auch die Wirkung von Medien zu verstehen. Auch die soziale Kompetenz spielt eine wichtige Rolle: Die Teilnehmer/-innen sind nach der Ausbildung in der Lage, eigene Projekte und AGs zu leiten sowie Mitschüler/-innen bei Fragen und Problemen zur Seite zu stehen.

Angebote

Die Schulungen werden von erfahrenen medienpädagogischen Referentinnen und Referenten durchgeführt. Es kann zwischen zwei Programmen gewählt werden:

 

  • SMEP Jugendmedienschutz

Die 20-stündige Mentoren-Ausbildung beinhaltet die Themen Datenschutz und Urheberrecht, Soziale Netzwerke und Cybermobbing, Smartphones und Apps, Fakenews und Extremismus im Netz. Durch Vorträge, Gruppenarbeiten und Diskussionen werden die Themen abwechslungsreich mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet. 

 

  • SMEP Classic

 

In dem 40-stündigen Kurs geht es um technisches, gestalterisches und inhaltliches Knowhow in den Bereichen Print, Audio, Video und Präsentation. Es werden Fotos bearbeitet, Flyer erstellt, Podcasts produziert, Trickfilme gedreht, Videos geschnitten und Präsentationen vorbereitet.

 

Das Programm richtet sich insbesondere an Jugendliche im Alter zwischen 13 bis 16 Jahren. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt zwölf Personen, die maximale Teilnehmerzahl liegt bei 20 Jugendlichen. Während der Schulungen dient der SMEP-Reader als Ausbildungshandbuch und später als Nachschlagewerk.

 

Nach der Ausbildung können sich Schüler/-innen mit der Unterstützung ihrer Lehrkräfte in verschiedenen Formen im Schulleben einbringen, wie beispielsweise durch

 

  • Workshops für jüngere Schüler/-innen,
  • Leitung von (Medien-)AGs,
  • Mitarbeit bei der Schülerzeitung,
  • Erstellung eines Blogs,
  • Betreuung von PC-Räumen,
  • Unterstützung von Lehrkräften,
  • Medien-Sprechstunden für Mitschüler/-innen,
  • Aktionen bei Schulfesten und anderen Veranstaltungen.

Ablauf und Planung

Bild: Birte Rosink/LMZ

Nach der Anmeldung bei SMEP bleibt der Schule die Auswahl der Teilnehmer/-innen selbst überlassen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass das gezielte Ansprechen von interessierten Jugendlichen sinnvoll ist.

 

Sollte eine Schule die Mindestteilnehmerzahl nicht erreichen, können die Kurse in Kooperation mit anderen Schulen stattfinden. Alternativ kann ein Kurs auch an einem der rund 60 Stadt- oder Kreismedienzentrum in der Nähe stattfinden. Zum Teil schreiben die Medienzentren selbst Kurse aus, an denen Schüler/-innen aller Schulen der Region teilnehmen können.

 

Die Terminierung der Kurse wird der Schule überlassen und findet direkt in Absprache mit der Referentin oder dem Referenten statt, die/der vom LMZ beauftragt wurde. Sollte technische Ausrüstung benötigt werden, kann mit einem Stadt- und Kreismedienzentrum kooperiert werden. Bei Fragen steht die Projektkoordinatorin gerne zur Verfügung.

 

Als Teil der Initiative Kindermedienland der Landesregierung Baden-Württemberg ist das Programm für öffentliche Schulen kostenlos.

 

Bei Interesse können sich Schulen jederzeit hier anmelden.

 

Am Schüler-Medienmentoren-Programm können selbstverständlich auch Schülerinnen und Schüler mit geringen Deutschkenntnissen aus Internationalen Vorbereitungsklassen teilnehmen. Eine weitere Möglichkeit ist die Einbindung von Smeppern bei gemeinsamen Projekten mit internationalen Vorbereitungsklassen, Integrationskursen oder Freizeitangeboten. Mehr über die Arbeit mit Geflüchteten finden Sie hier

 

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen ausführlich zum Herunterladen.

Kontakt

Projektkoordinatorin

Birte Rosink

Telefon: 0711 2850-877

E-Mail: rosink@lmz-bw.de

Das Schüler-Medienmentoren-Programm ist Teil der Initiative „Kindermedienland Baden-Württemberg“ und wird vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg im Auftrag des Kultusministeriums Baden-Württemberg durchgeführt. Die Landesregierung setzt sich mit der Initiative „Kindermedienland Baden-Württemberg“ dafür ein, die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Land zu stärken. Mit dem „Kindermedienland Baden-Württemberg“ werden zahlreiche Projekte, Aktivitäten und Akteure im Land gebündelt, vernetzt und durch feste Unterstützungsangebote ergänzt. So wird eine breite öffentliche Aufmerksamkeit für die Themen Medienbildung und -erziehung geschaffen. Träger und Medienpartner der Initiative sind die Landesanstalt für Kommunikation (LFK), der Südwestrundfunk (SWR), das Landesmedienzentrum (LMZ), die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG), die Aktion Jugendschutz (ajs) und der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV).